Solidarität in der kirchlichen Sozialverkündigung

Grafik: Anna Egger, Foto: Jacqueline Godany

Im Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium bedauert Papst Franziskus, dass sich das Wort Solidarität heute „ein wenig abgenutzt“ habe und „manchmal falsch interpretiert“ werde. Dabei bedeute es „viel mehr als einige gelegentliche großherzige Taten“ (188). Sie sei die „spontane Reaktion dessen, der die soziale Funktion des Eigentums und die universale Bestimmung der Güter als Wirklichkeiten erkennt, die älter sind als der Privatbesitz.“ Sie müsse „als die Entscheidung gelebt werden, dem Armen das zurückzugeben, was ihm zusteht.“ (189) mehr…

7 Videos zur Aktualität der Katholischen Soziallehre

Grafik: Anna Egger, Foto: Jacqueline Godany

Sozialethikerin Holztrattner (ksoe) erklärt in 20 Minuten die Prinzipien der Katholischen Soziallehre. Bischof Werner Freistetter (Österr. Bischofskonferenz): Katholische Sozialakademie Österreichs vermittelt Soziallehre der Kirche zeitgemäß.

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Sozialhilfe neu – Geldleistungen kürzen und besonders Bedürftige bestrafen

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Die österreichische Bundesregierung einigte sich am 28.11. auf eine Reform der Bedarfsorientierten Mindestsicherung (BMS). Aktuell (Stand 2017) beziehen 307.853 Personen BMS (davon 34% Frauen, 31% Männer und 35% Kinder). Bloß 10% erhielten den maximal möglichen Betrag, während ein großer Teil (Wien 2016: 64%) „AufstockerInnen“ waren: BezieherInnen äußerst geringer Einkommen (sowohl Erwerbseinkommen als auch Arbeitslosengeld oder Notstandhilfe) wurden auf den Betrag der Mindestsicherung aufgestockt. Die anspruchsberechtigten Menschen gehören zu den Ärmsten in Österreich.

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Kapitalismus und Katholische Soziallehre – Auflösung von Gegensätzen?

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„Die Welt einer wirklich kapitalistischen Marktwirtschaft ohne schädliche politische und staatliche Interventionen…wäre…die beste aller möglichen Welten“ resümiert der Schweizer Martin Rhonheimer bei einer Diskussion, die er mit mir am 28. April 2017 geführt hat. mehr…

Menschengerechtes Wirtschaften?

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Wozu wirtschaften wir eigentlich? Diese Frage wirkt zunächst reichlich banal, denn die Erfahrung im Alltag zeigt: Wir wirtschaften in erster Linie, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten, also Nahrung, Kleidung, Wohnraum, Kommunikation und Mobilität zu bezahlen. mehr…

Im Dialog mit allen Menschen guten Willens: P. Johannes Schasching SJ

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Leben und Werk des Sozialethikers und Jesuiten Johannes Schasching (1917-2013) verlaufen fast parallel zum 20. Jahrhundert mit seinen politischen Umbrüchen und Katastrophen. Schaschings Geburtsjahr trifft mit der Russischen Revolution zusammen, in der sich aus kirchlicher Sicht die Gefahr des Sozialismus besonders deutlich zeigte. mehr…