Solidarische Ökonomien – wir können sie schaffen

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Für die Darstellung von Ökonomie können unterschiedliche Bilder verwendet werden:

1. Bild: Ökonomie als Maschine

Da ist die Maschine, die Wirtschaft. Dort sind die Menschen. Sie sind außerhalb dieser Maschine, sitzen an deren Reglern. Die Maschine liefert verschiedene Ergebnisse und Zahlen: Produktionsergebnisse, Gewinnerwartungen, Bilanzzahlen, Kurs“werte“, Wachstumssteigerungen. Wirtschaft ist etwas Anderes, etwas Drittes: die von uns getrennte Maschine.

2. Bild: Ökonomie als menschliche Handlungen und natürliche Vorgänge

Ökonomie, das sind (wirtschaftliche) Handlungen von und zwischen Menschen und immer auch mit der Natur. Es gibt vielfältige Verbindungen und Beziehungen zwischen Menschen und mit der Mitwelt. Wir, die Menschen, sind die Wirtschaft. Wir kochen, putzen, sorgen, gärtnern,… produzieren für uns und für andere, tauschen Überschüsse, schenken, bearbeiten den Boden, trotzen der Natur etwas ab, schützen andere Lebewesen usw.

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Management solidarökonomischer Unternehmen

Lesetipp Alternatives Wirtschaften

Florentine Maier und Ruth Simsa von der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien) haben mit dem Band „Management solidarökonomischer Unternehmen. Ein Leitfaden für Demokratie und Nachhaltigkeit“ ein wissenschaftlich fundiertes, praxisnahes Handbuch für solidarisches Wirtschaften vorgelegt. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Rezeption solidarischen Wirtschaftens in den Wirtschaftswissenschaften und unterstützen gleichzeitig AkteurInnen in solidarökonomischen Unternehmen (existierend oder in Gründung), die für die eigene Praxis (dazu)lernen wollen.

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Der Überreichtum Weniger zerstört die Demokratie

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Eine Analyse und eine Buchbesprechung von Markus Marterbauer

Im letzten Jahr wurden Fragen der Verteilung und Ungleichheit in der Öffentlichkeit besonders schön sichtbar: Die Regierung kürzte tausenden Kindern die Mindestsicherung, nahm tausenden älteren Langzeitarbeitslosen den gemeinnützigen Job weg und strich tausenden Asylberechtigten die Deutschkurse. Gleichzeitig wurden gewaltige Parteispenden der MilliardärInnen bekannt, die für ihr Vermögen keine Vermögenssteuer bezahlen. Diese beiden Phänomene hängen eng zusammen. Das erlaubt auch, emanzipatorische Politik in der Öffentlichkeit plastisch darzustellen.

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Solidarische Ökonomien in Bewegung

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Eine andere Art zu wirtschaften – Lebensmittel, Energie, Arbeit, Wohnen & Co.

Solidarische Ökonomien umfassen Betriebe der solidarischen Landwirtschaft (CSAs) – [für den Großraum Wien: https://solawi.life/], wo Konsumierende und Produzierende zusammenhelfen, sowie neue Genossenschaften, solidarisches Wohnen oder andere Formen alternativen Wirtschaftens. Solidarische Ökonomien existieren im Hier und Jetzt. Sie sind gelebte Praxis, zeigen praktisch, dass und wie es anders geht, und sie schaffen damit neue Realitäten gegen den Strom der vorherrschenden Wirtschaftsweise. Solidarische Ökonomien sind „Halbinseln“ im und gegen diesen Strom (F. Habermann), sie sind „Fenster in eine andere Welt“ (G. Notz). Solidarische Ökonomien machen Alternativen greifbar. mehr…

MuslimInnen gegen Antisemitismus

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Die mehrfache Verunstaltung und Zerstörung von Bildern der Holocaustüberlebenden am Wiener Ring zeigt, dass Antisemitismus kein Phänomen der Vergangenheit darstellt, sondern bis heute ein reales Problem darstellt.
Es ist sehr einfach, Antisemitismus als Problem der Juden und Jüdinnen darzustellen. Das führt dazu, dass die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte des Holocausts aber auch der Gegenwart, in der antisemitische Denkweisen, Äußerungen und Handlungen stattfinden, nicht für notwendig oder als veraltet betrachtet werden.

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Totalitätsansprüche durchkreuzen

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Liebe und soziale Gerechtigkeit

Die multiplen gesellschaftlichen Krisen der Ökologie und der Ökonomie, von Politik und sozialem Zusammenhalt verlangen nach tiefreichenden Lösungsansätzen. Die katholische Soziallehre betont, dass dafür eine Gesinnungsreform mit einer Zuständereform verbunden werden muss.

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Verteidigung des christlichen Abendlandes?

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Zur Ideologie der Neuen Rechten in Europa

In zahlreichen Staaten bestimmen seit vielen Jahren neorechte Parteien in zunehmendem Ausmaß das politische Geschehen in Europa. Die Bewegungen von Le Pen, dem Flamsblock bis hin zur FPÖ und jüngst die Afd in Deutschland stellen sowohl die liberale Demokratie als auch das Friedensprojekt der Europäischen Union in Frage. Die neorechten Parteien sind nicht aus dem Nichts entstanden, sondern aus dem moralischen Vakuum, das der Sturmwind der neoliberalen Ideologie in den letzten 30 Jahren hinterlassen hat. mehr…

Die Zukunft gibt es nicht. – Aber was sollen wir dann gestalten?

60 Jahre KSÖ - Photo by Jacqueline Godany

Dass es die Zukunft nicht geben solle, mag Ihnen, die Sie sich vorgenommen haben, sie demokratisch, solidarisch und gerecht zu gestalten, als eine abwegige, geradezu verrückte oder unverantwortliche oder katastrophale Behauptung erscheinen.

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Rede Bundespräsident Van der Bellen – 60 Jahre ksoe


Bei der Veranstaltung „Zukunft gestalten“ am 29.3.2019 anlässlich des 60-jährigen Bestehens der ksoe sprach Bundespräsident Alexander Van der Bellen über seine ca. 25-jährige Tätigkeit als Berater zum Thema Wirtschaft am „Dreimonatskurs“ (heute: Lehrgang „Soziale Verantwortung) und über seine persönlichen Erfahrungen mit der ksoe (bis ca. min 12:30). In seiner Rede würdigte er das Wirken der ksoe für die österreichische Gesellschaft (bis ca. min 16:30), um dann über die Themen Demokratie, Solidarität und Gerechtigkeit zu sprechen.

> Nachlese 60 Jahre ksoe

Mit Seifen gegen die Krise

VIO_ME © Ch. Kaserer

Selbstverwaltete griechische Seifenmanufaktur VIO.ME feierte sechsten Geburtstag.

Lokalaugenschein bei der selbstverwalteten griechischen Seifenmanufaktur VIO.ME, die ihren sechsten Geburtstag feierte, und in einem Land, das in einer tiefen sozialen Krise steckt – Griechenland. Die Zahlen muten erschreckend an: Seit dem Beginn der griechischen Staatsschuldenkrise im Jahr 2010 gingen durch die massiven Sparmaßnahmen die Renten um etwa 70 Prozent zurück, die Jugendarbeitslosigkeit erreichte zeitweilig einen Wert von fast 50 Prozent und unzählige StaatsbürgerInnen wanderten aus. Viele Griechinnen und Griechen allerdings wollten nicht untätig bleiben und suchten nach neuen Wegen, um sich zumindest selbst aus der Krise heraus zu helfen.

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