Stadtteilgenossenschaften gründen – Sozialräume gestalten

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Im Rahmen der immer komplexer werdenden Strukturen und der Globalisierung haben viele Menschen eine Sehnsucht nach Überschaubarkeit, Vertrauen und solidarischer Teilhabe. Dies stimmt prägnant mit dem Genossenschaftskonzept von Friedrich Wilhelm Raiffeisen überein. Das Kirchturmprinzip als Symbol für einen Sozialraum, der sich überblicken lässt, stand bei ihm an vorderster Stelle.

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Entscheidungsfindung in Ordensgemeinschaften

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Tagtäglich werden wir Menschen vor Entscheidungen gestellt. Zum Glück gibt es Strukturen, die uns viele Entscheidungen abnehmen. So ist es uns meist vorgegeben, wann wir aufstehen müssen, weil eine Verpflichtung ruft. In jeder demokratischen Gesellschaft fordert das Zusammenleben von Menschen Entscheidungen, die gemeinsam oder zumindest von einem Teil der Gruppe getroffen werden sollen. So ist es auch in einer Ordensgemeinschaft. mehr…

Historisches Weltsozialforum zu Solidarischer Ökonomie

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Das Netzwerk RIPESS hat einen zweijährigen internationalen Prozess zur Frage gestartet, wie Solidarische Ökonomie die Wirtschaft transformieren kann. Dieser Prozess soll 2020 in Barcelona in ein „Weltsozialforum für Transformative Ökonomien“ münden. mehr…

Arbeit (nicht) für Alle?

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SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Die traurigsten Bilder von meinen Besuchen in afrikanischen Staaten, zu denen ich als Sektionschefin für Entwicklungszusammenarbeit 2005-2011 Gelegenheit hatte, sind die Erinnerungen an die zahllosen jungen Leute, vor allem junge Männer, die die Straße vom Flughafen zum jeweiligen Stadtzentrum säumten. Sie versuchten, etwas zu verkaufen – Batterien, kleine Säckchen mit Nüssen, Wasser. Sie bemühten sich zu arbeiten, in einem Umfeld, in dem es für sie keine formellen Arbeitsplätze gab; versuchten sich als Kleinst-Unternehmer, unter Rahmenbedingungen, die nicht hilfreich waren. mehr…

Es ist Zeit … Sinnvoll tätig sein – ein Grundeinkommensprojekt

Regionalmarkt in Heidenreichstein © Sabine Schopf

„Es wird Zeit, etwas in Österreich mit Grundeinkommen zu probieren!“ sagt Nikolaus Dimmel von der Universität Salzburg zu mir. Darauf erzähle ich von Fritz, dem Schriftsteller, der allerdings davon nicht leben kann, also Notstandshilfeempfänger ist, derzeit in Ruhe seine Materialien für eine Lesung in der Stadtbibliothek sichtet; von Andrea, die in einer geschützten Werkstätte hilft, dort Erfahrungen sammeln und lernen will, weil sie die (ehrenamtliche) Pflege einer jungen Frau mit Behinderung übernimmt. Ich erzähle von Franz, dem Fußballfan, der nun freiwillig als Platzwart mithilft, von Martin, von Lisa und anderen.

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Von sozialen Rechten zur Sozialinvestition? Sozialstaat im Umbau

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Dieser Beitrag befasst sich mit einem seit den 2010er Jahren in Gang gebrachten Paradigmenwechsel. Soziale Rechte und sozialer Schutz sollen demnach nicht primäre Aufgabe sozialstaatlichen Handelns sein, sondern Investitionen in die BürgerInnen, die sich rechnen. mehr…

Arbeitszeitnovelle 2018: Systembruch bei der Sonntags- und Feiertagsruhe

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Im Zuge der im Sommer 2018 viel diskutierten und umstrittenen Novelle des Arbeitszeitrechts ging in der öffentlichen Wahrnehmung beinahe unter, dass auch das Arbeitsruhegesetz zugunsten der Arbeitgeber „gelockert“ und „liberalisiert“ wurde (§ 12b ARG).

An bis zu vier Sonntagen oder Feiertagen pro ArbeitnehmerIn (AN) und Jahr kann nun, seit dem 1.9.2018, ohne sachliche Beschränkung, ohne jeden Nachweis von unverschiebbarer Erforderlichkeit, Arbeit angeordnet werden.   mehr…

Vom Klima-Wandel zur System-Veränderung

Klimapilgern_Rucksäcke © Magdalena Holztrattner

Klima-Wandel findet bereits statt und hat schwerwiegende Auswirkungen

Ende der Woche wird im polnischen Katowice die 24. Vertragsparteien-Konferenz der UN-Klima-Konvention – wohl mit gemischten Resultaten –  zu Ende gehen. In den letzten Wochen hatten sich die Warnungen der WissenschafterInnen vor den verheerenden Auswirkungen eines ungebremsten Klima-Wandels gemehrt. mehr…

Sozialhilfe neu – Geldleistungen kürzen und besonders Bedürftige bestrafen

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Die österreichische Bundesregierung beschloss am 28.11. eine Reform der Bedarfsorientierten Mindestsicherung (BMS). Aktuell (Stand 2017) beziehen 307.853 Personen BMS (davon 34% Frauen, 31% Männer und 35% Kinder). Bloß 10% erhielten den maximal möglichen Betrag, während ein großer Teil (Wien 2016: 64%) „AufstockerInnen“ waren: BezieherInnen äußerst geringer Einkommen (sowohl Erwerbseinkommen als auch Arbeitslosengeld oder Notstandhilfe) wurden auf den Betrag der Mindestsicherung aufgestockt. Die anspruchsberechtigten Menschen gehören zu den Ärmsten in Österreich.

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Österreich: Demokratie und Zivilgesellschaft unter Druck

shrinking spaces © Südwind

Die Menschenrechtsorganisation Südwind sieht die Herabstufung Österreichs im globalen Demokratie-Rating als ein Alarmsignal. Österreich wurde am 19.11. im globalen CIVICUS Monitor von ‚offen‘ auf ‚eingeengt‘ herabgestuft. Mit dem CIVICUS Monitor soll aufgezeigt werden, wie sich nationale Gegebenheiten auf Demokratie und die organisierte Zivilgesellschaft auswirken, indem die Rahmenbedingungen dafür anhand von zahlreichen Indikatoren und eigenen Erhebungen weltweit dargestellt und verglichen werden. CIVICUS wurde 1993 gegründet und zählt heute über 4000 Mitglieder in weltweit 175 Staaten. Die Menschenrechtsorganisation Südwind hat sich schon Ende August dieses Jahres besorgt gezeigt und dies in einer Presseaussendung artikuliert, als Österreichs Rating ‚under review‘ war, da auch in Österreich die Diskreditierung der Arbeit von NGOs und kritischen JournalistInnen keine Seltenheit ist.

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