130 Jahre katholische Soziallehre zwischen Aktualität und Kritik

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Vor 130 Jahren verkündigte Papst Leo XIII. die erste Sozialenzyklika Rerum novarum – Anlass genug zu fragen, ob 2021 katholisch-soziale Ideen noch aktualisierbar und konkretisierbar sind und inwiefern sie sich verändert haben. mehr…

Solidarität. Zur Klärung eines unscharfen Begriffs

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Die Corona-Pandemie hat viele soziale Phänomene verschärft sichtbar gemacht – auch das Maß und die Notwendigkeit gesellschaftlicher Solidarität. Unmittelbarer als andere Zusammenhänge vermittelt die Pandemie die Erfahrung, dass wir alle in einem weltweiten Haftungsverbund leben. Die Pandemie ist kein nationales oder milieu-spezifisches Phänomen – sonst wäre es ja keine „Pan-demie“ (von griech. πᾶν/pan ~ all, ganz & δῆμος/demos ~ Volk ⇒ „das ganze Volk (= alle) betreffend“). Sie kann nur bewältigt werden, wenn alle ihren Beitrag dafür leisten, etwa in der Befolgung entsprechender Hygiene-Maßnahmen und behördlich verordneter Verhaltensregeln oder in der Bereitschaft, sich regelmäßig testen und schließlich auch impfen zu lassen, sobald die Möglichkeit dazu besteht.

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Menschenrechte brauchen Gesetze

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Vom Kaffee zum Frühstück bis zum Smartphone: wir alle verwenden auch im Jahr 2021 tagtäglich Produkte, die auf Arbeitsausbeutung basieren. Auf westafrikanischen Kakaoplantagen arbeiten noch immer rund 1,5 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen. Für unsere Schokolade hantieren Kinderhände mit Pestiziden und Macheten. Weltweit arbeiten 73 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Verhältnissen. 2021 wurde von der UNO zum internationalen Jahr gegen Kinderarbeit erklärt.

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Für eine Landwirtschaft mit Zukunft!

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Klima- und Biodiversitätskrise, niedrige Einkommen, Höfesterben und ungerechte Verteilung. Die Herausforderungen für Bauern und Bäuerinnen sind riesig. Zugleich wird jetzt die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) reformiert und mit der „Farm-to-Fork“-Strategie steht ein Wandel im Raum. Was heißt das für die Zukunft?

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Das christliche Kreuz – eine (politisch) gefährliche Erinnerung

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Jesus starb am Kreuz. Es ist zum weltweit verbreiteten Symbol und Erkennungszeichen für das Christentum geworden – gleich welcher konfessionellen Prägung. Das Problem mit dem Kreuz ist, dass es – außer vielleicht in Klassenzimmern und sonstigen öffentlichen Räumen – kein Problem mehr ist. Stattdessen ein beliebtes Schmuck-Accessoire und Tattoo-Motiv, eine Landmarke zur Kennzeichnung von Berggipfeln, ein gefälliger Wandschmuck im trauten Heim oder ein mitunter sogar kunsthistorisch wertvolles Schauobjekt. Selbst im liturgischen Kontext vieler christlicher Kirchen findet es sich degradiert zum dekorativen Ornament: in zigfacher Ausfertigung auf Priester-Stolen und Messgewändern, als Borten-Stickerei auf Altartüchern und anderer liturgischer Wäsche. Die schiere Allgegenwart dieses Bildnisses bringt es mit sich, dass die eigentliche Realität und ursprüngliche Bedeutung des Dargestellten zur Nebensache verdampft. Bloßer Gewöhnungseffekt? Oder gar Verdrängungsstrategie?

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Corona – Die Lasten müssen gerecht verteilt werden

Lastenausgleich

Corona – Die Lasten müssen gerecht verteilt werden

Noch redet niemand darüber, wer die Maßnahmen während der Corona-Krise und für den Weg daraus zahlen soll. Aber diese Diskussion steht uns bevor und es ist Zeit, mutige Vorschläge zu machen und für diese zu kämpfen. Ein solcher Vorschlag ist der Corona-Lastenausgleich von ATTAC.

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