Das gemeinsame Ringen um ein gutes Leben für alle geht weiter

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Eine Woche ist vergangen seit der Präsentation der Päpstlichen Exhortation „Querida Amazonia“. Eine Woche, die ein Kommentarfeuerwerk hervorgebracht hat, dass es hätte eine Freude sein können, eine Woche, die gezeigt, wie viel die Kirche an Gewicht im öko-sozialen Diskurs, in der globalen Bewegung für Gerechtigkeit hätte einbringen können, wäre das Dokument in sich stimmiger oder etwas anders ausgefallen. *

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CO2-Dividende statt CO2-Steuern?

Photo by Louis Reed on Unsplash

Sobald von einer CO2-Steuer als notwendiges Steuerungsinstrument gegen die Klimakrise die Rede ist, wird von vielen sofort die Sozialverträglichkeit und die Gefahr für das Wirtschaftswachstum ins Spiel gebracht und damit ein weiteres Nachdenken über diese „wirklichkeitsferne Idee“ abgestoppt. Dass es das schon erprobte Konzept der CO2-Dividende gibt, das diese befürchteten Folgen vermeidet und sogar positive Auswirkungen auf diese Bedrohungen hat, scheint meist nicht bekannt oder dessen Umsetzung nicht für möglich erachtet. mehr…

19 Punkte für eine neue Mindestsicherung

Antrag_Mindestsicherung_© D. Ebeert

19 Punkte für eine neue Mindestsicherung, die Existenz, Chancen und Teilhabe sichert.

„Wir brauchen eine neue Mindestsicherung, die Existenz, Chancen und Teilhabe sichert“, fordert die Armutskonferenz Bund und Länder zu einer ordentlichen Sanierung auf. Kein Herumdoktern und Klein-Klein an einem großen Schaden. Ziele eines modernen sozialen Netzes sollten sein: Grundrechte statt Almosen, Chancen statt Abstieg, sozialer Ausgleich statt Spaltung, Achtung statt Beschämung.

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Bildung 2020

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Am 24. Jänner begehen wir den „Internationalen Tag der Bildung“, den die UNO 2019 ins Leben gerufen hat. Ein Anlass für die ksoe als Anbieterin politischer Erwachsenenbildung darüber nachzudenken, wo wir mit der Debatte über Bildung in Österreich stehen und welche Ansätze uns dabei fehlen.

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Wirtschaftswachstum und sozial-ökologischer Wandel

Konsumwahn trotz Hochwasser in Venedig © Claudia Manzo

Die Klimakrise wird immer mehr zum gesellschaftlichen Thema. Diskutiert wird die Frage, wie die Klimakrise sozial und ökologisch gerecht und gleichzeitig ökonomisch effizient gelöst werden kann. Die aktuelle Sozialenzyklika von Papst Franziskus – Laudato Sí – greift diese Frage auf. Die Amazonien Synode tagte im Oktober 2019 und vertiefte diese Auseinandersetzung beispielhaft an der Region Amazonien. Die betroffenen BewohnerInnen des größten Ökosystems der Erde wurden aktiv in den Prozess einbezogen. Dieser Prozess bekräftigte den dialogischen Einsatz der katholischen Kirche für den sozial-ökologischen Wandel.

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Nachhaltig Dienst-Reisen

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Rund 17.000 Kilometer sind es, die ich jährlich dienstlich auf Achse bin. 17.000 km, die ich – bequem, bewegungsfreundlich, aussichtsreich, menschennah und umweltschonend – auf Reisen bin. Um für Vorträge, Lehrgangsmodule, diverse Vorstandssitzungen oder Vernetzungstreffen zu den Menschen zu kommen. Zug um Zug komme ich ans Ziel. Fast durchgehend autofrei. Zum Neusiedlersee, zum Bodensee oder dem Wörtersee, entlang der Donau, der Salzach, der Mur oder dem Inn. Nur selten müssen letzte Anschlusswege mit dem Taxi oder Abholdiensten bewältigt werden.

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Der Überreichtum Weniger zerstört die Demokratie

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Eine Analyse und eine Buchbesprechung von Markus Marterbauer

Im letzten Jahr wurden Fragen der Verteilung und Ungleichheit in der Öffentlichkeit besonders schön sichtbar: Die Regierung kürzte tausenden Kindern die Mindestsicherung, nahm tausenden älteren Langzeitarbeitslosen den gemeinnützigen Job weg und strich tausenden Asylberechtigten die Deutschkurse. Gleichzeitig wurden gewaltige Parteispenden der MilliardärInnen bekannt, die für ihr Vermögen keine Vermögenssteuer bezahlen. Diese beiden Phänomene hängen eng zusammen. Das erlaubt auch, emanzipatorische Politik in der Öffentlichkeit plastisch darzustellen.

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Transformationen hin zu einer solidarischen Lebensweise

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Wie leben in einer paradoxen Situation. Auf der einen Seite wissen wir ziemlich gut, dass sich in der Welt einiges ändern müsste. Unsicherheit, soziale Spaltung und eine unzureichende Existenzsicherung für viele Menschen hierzulande. Offene Gewalt, Kriege und Verelendung in vielen Ländern des globalen Südens, ökologische Zerstörung heute und weitere in der Zukunft. Eine scheinbar kaum aufhaltbare politische Rechtsentwicklung macht wütend – und führt bei manchen gar zu Resignation. Wie auch die kaum bewältigbar scheinende Jahrhundertaufgabe einer sozial-ökologischen Transformation hin zu Gesellschaften, in denen gutes Leben für alle möglich ist.

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