Wirtschaftswachstum und sozial-ökologischer Wandel

Konsumwahn trotz Hochwasser in Venedig © Claudia Manzo

Die Klimakrise wird immer mehr zum gesellschaftlichen Thema. Diskutiert wird die Frage, wie die Klimakrise sozial und ökologisch gerecht und gleichzeitig ökonomisch effizient gelöst werden kann. Die aktuelle Sozialenzyklika von Papst Franziskus – Laudato Sí – greift diese Frage auf. Die Amazonien Synode tagte im Oktober 2019 und vertiefte diese Auseinandersetzung beispielhaft an der Region Amazonien. Die betroffenen BewohnerInnen des größten Ökosystems der Erde wurden aktiv in den Prozess einbezogen. Dieser Prozess bekräftigte den dialogischen Einsatz der katholischen Kirche für den sozial-ökologischen Wandel.

mehr…

Nachhaltig Dienst-Reisen

klima_schuetzen_blog

Rund 17.000 Kilometer sind es, die ich jährlich dienstlich auf Achse bin. 17.000 km, die ich – bequem, bewegungsfreundlich, aussichtsreich, menschennah und umweltschonend – auf Reisen bin. Um für Vorträge, Lehrgangsmodule, diverse Vorstandssitzungen oder Vernetzungstreffen zu den Menschen zu kommen. Zug um Zug komme ich ans Ziel. Fast durchgehend autofrei. Zum Neusiedlersee, zum Bodensee oder dem Wörtersee, entlang der Donau, der Salzach, der Mur oder dem Inn. Nur selten müssen letzte Anschlusswege mit dem Taxi oder Abholdiensten bewältigt werden.

mehr…

Der Überreichtum Weniger zerstört die Demokratie

lesetipp_soziale_gerechtigkeit

Eine Analyse und eine Buchbesprechung von Markus Marterbauer

Im letzten Jahr wurden Fragen der Verteilung und Ungleichheit in der Öffentlichkeit besonders schön sichtbar: Die Regierung kürzte tausenden Kindern die Mindestsicherung, nahm tausenden älteren Langzeitarbeitslosen den gemeinnützigen Job weg und strich tausenden Asylberechtigten die Deutschkurse. Gleichzeitig wurden gewaltige Parteispenden der MilliardärInnen bekannt, die für ihr Vermögen keine Vermögenssteuer bezahlen. Diese beiden Phänomene hängen eng zusammen. Das erlaubt auch, emanzipatorische Politik in der Öffentlichkeit plastisch darzustellen.

mehr…

Transformationen hin zu einer solidarischen Lebensweise

mauro-mora-unsplash

Wie leben in einer paradoxen Situation. Auf der einen Seite wissen wir ziemlich gut, dass sich in der Welt einiges ändern müsste. Unsicherheit, soziale Spaltung und eine unzureichende Existenzsicherung für viele Menschen hierzulande. Offene Gewalt, Kriege und Verelendung in vielen Ländern des globalen Südens, ökologische Zerstörung heute und weitere in der Zukunft. Eine scheinbar kaum aufhaltbare politische Rechtsentwicklung macht wütend – und führt bei manchen gar zu Resignation. Wie auch die kaum bewältigbar scheinende Jahrhundertaufgabe einer sozial-ökologischen Transformation hin zu Gesellschaften, in denen gutes Leben für alle möglich ist.

mehr…

„Bis ihr handelt!“

Hochwasser in Venedig

Chancen und Grenzen der Spiritualität für den Klimaschutz

Das Jahr 2019 wird als Jahr einer breiten BürgerInnenbewegung für entschlossenen Klimaschutz in die Geschichte eingehen. In wenigen Tagen findet der vierte globale Klimastreik der Jugendlichen von Fridays For Future statt.

mehr…

Ich mach‘ Urlaub daheim!

lesetipp_soziale_gerechtigkeit

Noch nie gab es so viele Möglichkeiten, die Welt zu erkunden, wie heute. Urlaube auf fernen Kontinenten, von denen unsere Großeltern nur träumen konnten, sind fast alltäglich geworden. Die meisten heimischen Erstklassler haben heute bereits mindestens eine Flugreise absolviert. Aber was bewirkt dieses „Fernweh“, woher kommt es und können wir es uns im Sinne eines nachhaltigen Lebensstils überhaupt noch leisten?

mehr…

Lebensmittel demokratisch machen

gutes_esssen _fuer_alle_7koma5_blog

Aktuell ist es vor allem die Klimadebatte, die Fragen aufwirft. Die Art wie wir wirtschaften, arbeiten und konsumieren muss sich ändern. Die vorherrschende imperiale Lebensweise muss überwunden werden. Wie aber könnte eine solidarische Lebensweise und ein gutes Leben für alle aussehen? Und was heißt das für unsere Demokratie? In der Bewegung für Ernährungssouveränität gibt es dafür Vorschläge und Ansatzpunkte im Hier und Jetzt.

mehr…

Zur Sozialen Dimension von Nachhaltigkeit

20190925_sdg10_ungleichheit_blog

Die Haupt-Herausforderung der globalen Beziehungen sah der chinesische Präsident XI Jinping, als er seine vielbeachtete Rede im Jänner 2018 in Davos hielt, in der ungleichen Verteilung der Früchte der Globalisierung und der resultierenden wachsenden Ungleichheit.  In seiner Enzyklika Laudato Si fordert Papst Franziskus eine neue universale Solidarität, die „die enge Beziehung zwischen den Armen und der Anfälligkeit des Planeten“ berücksichtigt. Und eines der wichtigsten Leitmotive der Agenda 2030 ist es, niemanden zurückzulassen („Leave no one behind“).

mehr…