Wie kommen wir vom Wissen zum Handeln?

Präsentation_ksoe_Lehrgang Soziale Verantwortung

Transformation lernen

Es mangelt unserer Gesellschaft nicht an Wissen. Die globalen ökologischen, ökonomischen und sozialen Krisenphänomene sind bekannt. Damit wird auch immer klarer, dass es eine Transformation braucht, die an den Wurzeln unserer Lebens- Gesellschafts- und Produktionsweisen ansetzt. Wie aber kann diese Transformation gelingen? Lernprozesse sind gefragt, die nachhaltiges und zukunftsfähiges Denken und Handeln tiefgreifend fördern– individuell und kollektiv.

20 TeilnehmerInnen aus unterschiedlichen Ländern lassen sich beim Lehrgang „Soziale Verantwortung. Gestaltungskompetenz für den gesellschaftlichen Wandel“  auf einen intensiven transformierenden Lernprozess ein. Beim Modul „Vom Bewusstsein zum transformativen Handeln. Entwicklung durch Dialog“ im Jänner 2016 wurden wesentliche Qualitäten eines solchen Lernprozesses explizit zum Thema gemacht. Zwei Berater – der Nachhaltigkeitsexperte Alfred Strigl und der Dialogbegleiter Markus Hauser unterstützten die Gruppe beim Erarbeiten und Erproben.

Loslassen und Neu-Entstehen-lassen

„Transformation gelingt, wenn wir das Wollen schulen“ lautete eine der Kernaussagen von Alfred Strigl. Die Bewegung des Lernens geht vom Hinschauen und Hinspüren zum Loslassen und Neu-Entstehen-lassen. Welche unserer bisherigen Denk- und Handlungsmuster wollen wir loslassen, weil sie für eine nachhaltige Entwicklung nicht mehr hilfreich sind? Was wollen wir an Neuem, Zukunftsfähigem in die Welt bringen?

Die Theorie U von Otto Scharmer bietet Inspiration und Orientierung, ebenso wie das Bild der Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling. Ähnlich wie bei den „Imagozellen“ der Raupe, die bildlich die Strukturen und Informationen des neuen Schmetterlings enthalten, entstehen auch in unserer Gesellschaft immer mehr Initiativen, die eine bessere, gerechtere Zukunft „imaginieren“. Die 17 Entwicklungsziele für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen gehören dazu ebenso wie die verschiedensten Bewegungen von Frauen und Männern weltweit, die sich für den Aufbau einer faireren Welt engagieren und formieren. Indem wir das Zukunftsfähige im Heute leben, schaffen wir Zukunft.

Im Dialog kollektiv lernen

Im schöpferischen Prozess kommt der Qualität des Dialogischen eine besondere Bedeutung zu. Im Dialog sind alle Beteiligten gleichberechtigt und übernehmen Verantwortung für das, was geschieht. Sie lassen sich ein auf die Weisheit des anderen und auf einen offenen Prozess, in dem gemeinsam geteilter Sinn entstehen und Neues, Überraschendes auftauchen kann.  „Dialog ist wie eine Bühne, auf der kollektives Lernen stattfindet“, zitiert Markus Hauser David Bohm.

Im vertieften Lernprozess erfahren die TeilnehmerInnen Inspiration und Ermutigung Neues zu erdenken, im Dialog zu entwickeln und im Handeln zu erproben. Die Lerngemeinschaft wird zum lebendigen Ort, an dem die Freude über Gelungenes, aber auch gegebenenfalls das Lernen über Misslungenes gemeinsam geteilt wird – um wirksam zu werden für eine zukunftsfähige Welt.

Autorin:

Gabriele Lindner, ksoe
G. Lindner, ksoe

Gabriele Lindner
Historikerin, Erwachsenenbildnerin und Organisationsentwicklerin, seit 1993 in der ksoe (Kath. Sozialakademie Österreichs) tätig,
leitet den Lehrgang „Soziale Verantwortung. Gestaltungskompetenz für den gesellschaftlichen Wandel“ und arbeitet als Beraterin mit den Schwerpunkten Führungsverantwortung,  Entscheidungsfindung, Konfliktkultur und Veränderungsmanagement

Links:

www.ottoscharmer.com

www.mlp.co.at/fileadmin/artikel/DialogArtikel.pdf

www.plenum.at

www.unglobalcompact.org

www.globalcompact.at

#transformation #gesellschaftlicherwandel  #nachhaltigkeit #sozialeverantwortung #dialog #bildung #gestaltungskompetenz